Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) für Coaching und Angebote der Kognitionsschmiede Franziska Kreisel und Lisa-Maria Degen GbR

§1 Anwendung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen

  1. Die von beiden Vertragspartnern akzeptierten Allgemeinen Geschäftsbedingungen regeln die Geschäftsbedingungen zwischen den Coaches Lisa-Maria Degen und Franziska Kreisel (nachfolgend Coach genannt) und dem Klienten als Dienstvertrag im Sinne der §§ 611 ff BGB, soweit zwischen den Vertragsparteien nichts Abweichendes schriftlich vereinbart wurde. Die Allgemeinen Geschäftsbeziehungen beziehen sich auf das Angebot bzw. alle Leistungen, die durch die kognitionsschmiede GbR vertreten durch einen oder beide Coaches erbracht werden. Dazu zählen Coachings und Beratungen in Einzel- oder Gruppenformaten und Workshops (nachfolgend Coaching genannt). 
  2. Der Vertrag kommt zustande, wenn der Klient das generelle Angebot des Coaches annimmt. Das Angebot des Coaches bezieht sich auf die neutrale und zielorientierte Beratung in privaten und beruflichen Entscheidungssituationen. Dazu gehören Übungen zur Selbsterfahrung und kognitiven Umstrukturierung.
  3. Der Coach ist berechtigt, einen Dienstvertrag ohne Angabe von Gründen abzulehnen, wenn das erforderliche Vertrauensverhältnis nicht erwartet werden kann, wenn er aufgrund seiner Spezialisierung oder aus gesetzlichen Gründen nicht coachen und beraten kann oder darf, oder wenn es Gründe gibt, die ihn in Gewissenskonflikte bringen könnten. In diesem Fall bleibt der Honoraranspruch der Coaches für die bis zur Ablehnung der Beratung entstandenen Leistungen, erhalten.

§2 Inhalt des Dienstvertrags

  1. Der Coach erbringt seine Dienste gegenüber dem Klienten in der Form, dass er seine Kenntnisse und Fähigkeiten zwecks Coaching und Beratung anwendet. Der Coach ist berechtigt, die Methoden anzuwenden, die dem mutmaßlichen Willen des Klienten entsprechen, sofern der Klient hierüber keine Entscheidung trifft.
  2. Ein Coaching beruht auf Kooperation und gegenseitigem Vertrauen. Der Coach macht in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam, dass Coaching ein freier, aktiver und selbstverantwortlicher Prozess ist und ein bestimmter Erfolg nicht garantiert werden kann. Der Coach steht dem Klienten als Prozessbegleiter und als Unterstützung bei eigenen Entscheidungen und Veränderungen zur Seite – die eigentliche Veränderungsarbeit wird vom Klienten geleistet. Der Klient sollte daher bereit und offen sein, sich mit sich selbst und seiner Situation auseinanderzusetzen und sich persönlich zu verändern.
  3. Ein subjektiv erwarteter Erfolg des Klienten kann nicht in Aussicht gestellt oder garantiert werden. Gegenstand des Vertrags ist daher die Erbringung der vereinbarten und im Angebot dargestellten Coachingleistung, nicht die Herbeiführung eines bestimmten Ziels des Klienten.
  4. Soweit der Klient die Anwendung derartiger Gespräche, Maßnahmen oder Entspannungsverfahren ablehnt und ausschließlich nach wissenschaftlich anerkannten Methoden gecoacht werden will, hat er das dem Coach gegenüber zu erklären.

§3 Rechtliche Rahmenbedingungen des Coaches

  1. Der Coach wird dem Klienten die eingesetzten Methoden und Techniken zu jedem Zeitpunkt des Coachings erläutern und auf mögliche Risiken und Ergebnisse hinweisen.
  2. Alle Informationen werden vom Coach vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie dienen lediglich dem vereinbarten Coaching-Verhältnis. Die Informationsweitergabe an Dritte bedarf der schriftlichen Zustimmung des Klienten.
  3. Über das Coaching wird vom Coach ein Protokoll geführt, um den Verlauf und den Fortschritt zu dokumentieren. (Dies dient dem Schutz beider Parteien. Der Klient hat auf Verlangen jederzeit Einsicht in dieses Protokoll.)
  4. Coaching ist ausdrücklich keine Ausübung der Heilkunde, demnach darf der Coach gem. HPG § 1 Abs. 2 keine Krankheiten feststellen, heilen und lindern. Der Coach darf keine Krankschreibungen vornehmen und er darf keine Medikamente verordnen.
  5. Coaching ist keine Psychotherapie und kein Ersatz für eine Psychotherapie. Bei Coaching handelt es sich um eine durch einen neutralen Berater durchgeführte zielorientierte Beratung. Bei Coaching handelt es sich um eine neutrale und zielorientierte Beratung in privaten und beruflichen Entscheidungssituationen mit dem Ziel, die persönlichen Stärken und Veränderungswünsche des Klienten aufzudecken und zu entwickeln.
  6. Der Klient trägt während des gesamten Prozesses des Coachings die volle Verantwortung für das eignene Handeln sowie für seine physische und psychosche Gesundheit, sowohl während, als auch außerhalb der Termine des Coachings. Sämtliche Maßnahmen, die der Klient aufgrund des Coachings durchführt, liegen in seinem eigenen Verantwortungsbereich. Die Teilnahme an einem Coaching setzt eine normale psychische und physische Belastbarkeit voraus. Bei Beschwerden mit Krankheitswert ist der Klient aufgefordert, sich in ärztliche Behandlung zu begeben.
  7. Ist der Veranstalter eines Coachings nicht der Coach, genießen die Klienten keinen Versicherungsschutz durch ihn.

§3 Mitwirkung des Klienten

  1. Zu einer aktiven Mitwirkung ist der Klient nicht verpflichtet. Ein Coaching ist in den meisten Fällen aber nur bei aktiver Mitwirkung des Klienten sinnvoll. Dies gilt insbesondere für die Erteilung erforderlicher Auskünfte als Grundvoraussetzung für ein Coaching wie auch für eine aktive Mitarbeit bei anderen Methoden.
  2. Auch kann die Ablehnung einer angeratenen oder notwendigen ärztlichen Untersuchung für den Fortgang eines weiteren Coachings Beratung im Sinne des Klienten bestimmend sein.
  3. Der Coach ist berechtigt, das Coaching zu beenden, wenn das Vertrauen nicht mehr gegeben ist, insbesondere wenn der Klient die Inhalte des Coachings verneint.
  4. Auch der Klient hat das Recht, das Coaching zu beenden, wenn das Vertrauen nicht mehr gegeben ist. Dies muss rechtzeitig – mindestens eine Woche vor dem nächsten vereinbarten Termin für das Coaching und schriftlich erfolgen.

§4 Honorierung des Coaches

  1. Im Falle von Einzelcoachings und Einzelcoaching-Paketen kann der Vertrag von beiden Seiten, ohne Angaben von Gründen, jederzeit gekündigt werden. Die Kündigung hat schriftlich zu erfolgen.
  2. Bereits in Anspruch genommene Leistungen sind unabhängig davon zu bezahlen. Wurde ein Einzelcoaching-Paket gebucht, so wird bei Kündigung des Pakets für bereits in Anspruch genommene Einzelcoaching-Termine der reguläre Preis für Einzelcoachings von 150€ pro Sitzung fällig.
  3. Bei nicht in Anspruch genommenen vereinbarten Einzelcoaching-Terminen, verpflichtet sich der Klient unwiderruflich zur Zahlung des Ausfallhonorars in Höhe von 100 % der Gebühr. Das Ausfallhonorar ist sofort ohne Frist zahlbar. Die vorstehende Zahlungsverpflichtung tritt nicht ein, wenn der Klient 5 Werktagen vor Beginn des vereinbarten Termins absagt oder ohne Verschulden, z.B. im Falle eines Unfalls, am Erscheinen verhindert ist. In diesen Fällen wird jeweils ein Ersatztermin vereinbart. Ein Nachweis des unverschuldeten Nicht-Erscheinens kann vom Coach verlangt werden. Im Falle von Gruppencoachings / Workshops kann der Vertrag bis einschließlich 7 Werktage vor dem Starttermin vom Teilnehmer kostenfrei gekündigt werden. Kündigungen, die bis zu 1 Werktag vor dem Start erfolgen, sind durch einen Schadenersatz von 50% der Angebotsgebühr auszugleichen. Kündigungen ab dem Starttermin ziehen eine Zahlung der vollen Gebühr ohne Abzug nach sich.
  4. Termine, die von Seiten des Coaches abgesagt werden müssen, werden dem Klienten nicht in Rechnung gestellt. Der Klient hat in einem solchen Fall keinerlei Ansprüche gegen den Coach. Dieser schuldet auch keine Angabe von Gründen. Es besteht kein Schadenersatz für dem Klienten anderweitig anfallende Kosten.

§5 Vertraulichkeit des Coachings

  1. Der Coach behandelt die Daten des Klienten vertraulich und erteilt bezüglich der Inhalte der Gespräche und Übungen, sowie deren Begleitumstände und die persönlichen Verhältnissen des Klienten Auskünfte nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Klienten. Auf die Schriftform kann verzichtet werden, wenn die Auskunft im Interesse des Klienten erfolgt und anzunehmen ist, dass der/die Coachee zustimmen wird.
  2. § 5 Abs. 1 ist nicht anzuwenden, wenn der Coach aufgrund gesetzlicher Vorschriften zur Weitergabe der Daten verpflichtet ist, beispielsweise bei Straftaten, oder auf behördliche oder gerichtliche Anordnung auskunftspflichtig ist. Dies gilt auch bei Auskünften an Personensorgeberechtigte, nicht aber für Auskünfte an Ehegatten, Verwandte, Familienangehörige, Kollegen oder Vorgesetzte.
  3. § 5 Abs. 1 ist ferner nicht anzuwenden, wenn in Zusammenhang mit der Beratung, Schulung und Prävention persönliche Angriffe gegen den Coach oder seine Berufsausübung stattfinden und er sich mit der Verwendung zutreffender Daten oder Tatsachen entlasten kann.
  4. Der Coach führt Aufzeichnungen über seine Leistungen. Dem Klienten steht eine Einsicht in diese Aufzeichnungen zu; er/sie kann eine Herausgabe dieser Aufzeichnungen verlangen und erhält in diesem Fall die dort festgehaltenen Informationen in Kopie. § 5 Abs. 2 bleibt davon unberührt.
  5. Sofern der Klient ein detailliertes Protokoll über das Coaching verlangt, erstellt der Coach dieses kosten- und honorarpflichtig nach tatsächlichem Zeitaufwand aus den Aufzeichnungen.

§6 Meinungsverschiedenheiten

  1. Meinungsverschiedenheiten aus dem (Coaching-)Vertrag und den Allgemeinen Geschäftsbedingungen sollten gütlich beigelegt werden. Hierzu empfiehlt es sich, Gegenvorstellungen, abweichende Meinungen oder Beschwerden schriftlich der jeweils anderen Vertragspartei vorzulegen.

§7 Salvatorische Klausel

  1. Sollten einzelne Bestimmungen des Beratungsvertrages oder der Allgemeinen Geschäftsbedingungen ungültig oder nichtig sein oder werden, wird damit die Wirksamkeit des Beratungsvertrages insgesamt nicht tangiert. Die ungültige oder nichtige Bestimmung ist vielmehr in freier Auslegung durch eine Bestimmung zu ersetzen, die dem Vertragszweck oder dem Parteiwillen am nächsten kommt.